FAQ

Allgemeines I

1Vor der Adoption
Bevor Sie sich einen Hund anschaffen, prüfen Sie bitte, ob Sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. Hunde brauchen viel Zeit und Pfl ege und verursachen Kosten.Der Wunsch einen Hund zu haben ist oft, gerade bei Kindern, sehr groß. Sie sollten sich jedoch im Klaren darüber sein, dass Sie sich mit einem Hund für ca. 10 - 15 Jahre viel Verantwortung ins Haus holen.Nur wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, ist ein harmonisches Zusammenleben mit ihrem Hund möglich. Wenn Sie unsicher sind, ob sie den Anforderungen die mit der Aufnahme eines Hundes auf Sie zukommen, gerecht werden können, dann holen Sie sich bitte Rat bei Dritten. Sprechen Sie mit hundeerfahrenen Freunden oder nehmen bereits im Vorfeld Kontakt zu einem Hundetrainer/einer Hundeschule auf, um sich ausführlich beraten zu lassen. Dies wäre ohnehin sehr empfehlenswert, da Sie so bei evtl. auftretenden Problemen bereits einen professionellen Ansprechpartner haben. Spätestens sobald der Hund bei Ihnen eingezogen ist empfehlen wir den Gang zur Hundeschule, da durch das Training mit dem Hund die Bindung zwischen Hund und Halter gefestigt wird.Wir haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt, anhand der Sie prüfen können,ob Ihre derzeitigen Lebens- und Familienverhältnisse überhaupt geeignet sind, um sich ein neues vierbeiniges Familienmitglied anzuschaffen. Wenn Sie beabsichtigen einen Hund von uns zu adoptieren, dann bedenken Sie bitte auch, dass unsere Hunde meistens von der Straße kommen und bisher kein sehr schönes Leben hatten. Viele von ihnen haben bereits schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht oder müssen gar traumatische Erlebnissen verarbeiten. Oft sind Sie dann die ersten Menschen, bei denen dieser Hund Liebe, Geborgenheit und Sicherheit erfahren darf. Durch reifliche Überlegung und eine genaue Planung können Sie es sich und dem ausgesuchten Hund ersparen, dass eine Adoption evtl. nicht funktioniert. Haben Sie genügend Zeit für einen Hund? Als erstes sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein Hund sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit beansprucht. Neben den regelmäßigen Gassi Runden (mind. 2 Stunden/Tag), egal ob es regnet, stürmt oder schneit, sollte der Hund keinesfalls länger als 6 Std. täglich alleine bleiben. Welpen können überhaupt nicht alleinegelassen werden. Wenn Sie berufstätig sind, muss vorab geklärt sein, wo der Hund während Ihrer Arbeitszeit bleiben kann. Gibt es andere Familienmitglieder die den Hund beaufsichtigen können, ist für den Hund eine professionelle Tagesbetreuung möglich oder kann der Hund mit Ihnen zur Arbeit kommen? Wichtig ist auch, dass der Hund beschäftigt wird. Gerade Hunde die aus einer Tötungsstation kommen haben oft viel nachzuholen. Sie dürsten nach einer ersten Zeit des Ankommens und Eingewöhnens förmlich nach Bewegung und Aktivität. Es ist sehr unterschiedlich und auch rasse- und altersabhängig, wie viel Bedürfnis nach Bewegung und Beschäftigungein Hund hat. Vielen reicht es jedoch nicht, nur eine gemütlich Runde spazieren zugehen.
2Wie viel Platz braucht mein Hund
Haben Sie genügend und geeigneten Platz für einen Hund? Bitte überlegen Sie sich ob der Hund, den Sie sich ausgesucht haben, auchzu Ihren Wohnverhältnissen passt. Nicht jeder Hund braucht einen großen Garten um glücklich zu sein, aber ausreichend Raum für seinen eigenen Futter- und Schlafplatz. Außerdem sind nicht alle Rassen für eine Wohnungshaltung geeignet. Manche Hunde haben starkes Territorialverhalten, das heißt sie verteidigen ihr Revier, für sie wäre es optimal, wenn es ein Haus mit Garten zu bewachen gibt. Ein großer Hund braucht mehr Platz. Wichtig ist, vorab zu klären, ob alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden sind. Sind auch alle Personen des Haushalts geeignet für ein Zusammenleben mit einem Hund? Oftmals ist es für kranke oder behinderte Menschen schwieriger sich auf das Leben mit einem Hund einzustellen, denn ein Hund bringt den gewohnten Tagesablauf gehörig durcheinander. Falls Kinder mit im Haushalt leben, dann stellen Sie bitte vorab sicher, dass sie altersgemäß schon den Umgang mit einem Hund erlernen können.Falls Sie zur Miete wohnen, müssen sie vor der Anschaffung unbedingt mit Ihrem Vermieter abklären, ob dieser mit der Hundehaltung einverstanden ist unduns auch eine entsprechende Erlaubnis in schriftlicher Form vorlegen!
3Die Kosten eines Hundes
Sind Sie sich der Kosten die ein Hund verursacht bewusst? Haben Sie die Kosten, die mit der Haltung eines Hundes auf Sie zukommen, gut kalkuliert? Bitte beachten Sie, dass ein Hund nicht nur bei der Anschaffung Geldkostet. Neben den laufenden Kosten für die Ernährung Ihres Hundes, kommen auch die Kosten für regelmäßige Besuche beim Tierarzt auf Sie zu. Solange der Hund jung und gesund ist, werden sich diese Besuche wohl eher auf die routinemäßig anfallenden Impfungen beschränken, aber bedenken Sie hierbei bitte, dass auch ein Hund alt wird und mögliche Krankheiten eine kostspielige Angelegenheit sein können.Bitte informieren Sie sich auch gezielt über artgerechte Tiernahrung. Viele Lebensmittel, die für uns Menschen wahre Leckerbissen sind, können für Ihren Hund tödlich sein, wie Schokolade, Weintrauben oder Avocado. Füttern Sie Ihr Tier bitte stets artgerecht und nicht aus Resten Ihres Speiseplans. Zu guter Letzt benötigen Sie für Ihren Hund eine eigene Haftpflichtversicherung und es fällt Hundesteuer an.
4Bereits Hunde im Haushalt?
Was ist, wenn bereits Vierbeiner in Ihrem Haushalt leben? In Ihrem Haushalt lebt evtl. schon eine Katze oder ein Hund - ist es für dieses Tier überhaupt zumutbar ein weiteres dazu zunehmen? Wenn Hunde zu bereits vorhandenen Katzen ziehen, kann es zu Problemen kommen.Wenn Sie beabsichtigen für Ihren eigenen Hund einen Gefährten anzuschaffen, müssen sich die Hunde erst aufeinander einstellen. Daher kann es durchaus zu Eifersüchteleien kommen und einige Wochen dauern, bis sich die Hunde ohne Probleme akzeptieren. Der neue Hund benötigt sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit,was bedeutet, dass der eigene Hund erstmal zurückstecken muss. Auch hierbei ist es hilfreich, sich mit einem ortsansässigen Tiertrainer in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls Rat einzuholen. Das Wichtigste bei der Zusammenführung von Tieren überhaupt ist, dass Sie viel viel Geduld aufbringen und nichts erzwingen möchten. Lassen Sie bitte jedem Tier die Zeit die es braucht, sich an den neuen Mitbewohner zu gewöhnen. Sind Sie bereit uns über Ihre persönliche Lebenssituation Auskunft zu geben? Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir unsere Hunde nur nach erfolgter Platzkontrolle mit einem Schutzvertrag vermitteln. Hierfür benötigen wir einige private Angaben von Ihnen. Ferner räumen Sie uns damit das Recht ein, Sie auch nach einer erfolgten Adoption nochmals zu besuchen, um zu sehen ob sich der Hund bei Ihnen wohl fühlt und das Zusammenleben klappt. Sind sie bereit uns hier Auskunft über Ihre Lebensverhältnisse zu geben? Diese dienen ausschließlich dazu, zu beurteilen, ob der von Ihnen gewählte Hund auch wirklich zu Ihnen passt.

Allgemeines II

1Hund in Portugal besuchen?
Eine Frage, die viele unserer Interessenten beschäftigt ist, ob der Hund vorab besucht werden kann? Da sich unsere Hunde in den allermeisten Fällen noch in Portugalbe finden, ist es leider nicht möglich ihren Liebling vorab zu besuchen. Nur in wenigen Ausnahmefällen befinden sich die Hundebereits auf einer Pflegestelle in Deutschland. Diese Hunde können Sie selbstverständlich, nach Absprache mit der Pflegestelle, persönlich kennenlernen. In allen anderen Fällen sind wir aber bemüht, Ihre Fragen im Vorfeld zu klären und Ihnen bestmöglich alle Informationen über den Charakter und die besonderen Verhaltensweisen Ihres Wunschhundes mitzuteilen. Nach Möglichkeit erstellen wir ein Video, in dem Sie Ihren Hund auch in bewegten Bildern sehen können
2Wie viel Zeit benötige ich für meinen Hund?
Haben Sie genügend Zeit und Geduld um Ihren Hund in der Eingewöhnungsphase zu unterstützen? Gerade am Anfang ist der neue Hund sehr verunsichert und braucht einige Wochen bis er sich akklimatisiert. Er muss erst Vertrauen fassen und alles kennenzulernen und daher ist es gut möglich, dass sich das Verhalten des Hundes verändert und er lebhafter, fordernder und aufgeschlossener wird. Hierbei helfen klare Regeln und Strukturen. Bitte behüten sie Ihren Hund nicht zu sehr und führen Sie den Hund ruhig und ein fühlsam in Ihren normalen Alltag ein. Der Hund, der gerade bei Ihnen Zuhause eingezogen ist, kennt weder seinen Namen, noch ist ihm seine Umgebung vertraut. Deshalb ist es besonders am Anfang sehr wichtig, dass Sie Ihren Hund doppelt sichern (siehe Sicherungsblatt) und nicht ableinen. Bitte lassen Sie ihren Hund in der ersten Zeit nicht freilaufen, auch wenn er an der Leine brav mit Ihnen läuft. Solange er noch keine enge Bindung zu Ihnen aufgebaut hat und nicht auf seinen Namen hört, kann es passieren, dass er entläuft. Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie Ihren Hund nicht unbeaufsichtigt im Garten lassen, ein Gartenzaun stellt nicht immer ein Hindernis dar. Leider passiert es immer wieder, dass Hunde entlaufen. Diese irren dann orientierungslos in der fremden Umgebung herum, schlimmstenfalls endet das tödlich.Selbstverständlich werden wir Ihnen vor der Adoption eines Hundes alles mitteilen, was uns über ihn bekannt ist. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie vor Einzug ihres Schützlings etwas über die Körpersprache eines Hundes wissen und diesen „lesen“können. Hierfür ist es hilfreich, entweder entsprechende Ratgeber zu lesen oder sich - wie eingangs schon erwähnt - von einem erfahrenen Hundebesitzer bzw. Tiertrainer unterrichten zu lassen. Damit ein Miteinander entstehen kann, ist es wichtig, dass Sie die Individualdistanz, die ein Hund benötigt, um sich sicher zu fühlen, beachten. Ein neuer Hund braucht eine größere Individualdistanz als ein Hund, der bereits sehr vertraut mit Ihnen ist. Diese muss ihm unbedingt eingeräumt werden! Unterschreitet man diesen Abstand,sieht der Hund keine andere Möglichkeit als sich selbst zu verteidigen. Solange der Hund sie nicht kennt und weiß, dass von Ihnen keine Gefahr ausgeht, versteht er Ihre gut gemeinten Liebesbezeugungen als Gefahr. Auch im Haushalt lebende Kinder müssen lernen, dass der Hund kein Spielzeug ist, sondern ein Lebewesen, welches Ruhe und Distanz benötigt.
3Informationen zu den Mittelmeerkrankheiten
In Südeuropa existieren einige Infektionskrankheiten – die sogenannten Mittelmeerkrankheiten. Die Überträger dieser Krankheiten sind Sandmücken, Stechmücken, Flöhe und Zecken. Wir empfehlen Ihnen, im Zuge einer Adoption einer unserer Hunde, einen kompletten Mittelmeertest bei Ihrem Tierarzt durchführen zulassen, da die Krankheiten ganz unterschiedliche Inkubationszeiten haben, von einigen Tagen bis hin zu einigen Jahren. Alle Tests sind demnach keinesfalls eine Garantie, dass Ihr Hund gesund ist! 1. Leishmaniose: Die Leishmaniose gehört wohl zu den bekanntesten und auch gefürchtetsten Mittelmeerkrankheiten überhaupt. Leishmaniose wird von einer speziellen Art der Sandmücke übertragen, die in sämtlichen südlichen Ländern und sogar auch schon in Teilen Deutschlands heimisch ist. Durch den Stich der Mücke dringen die einzelligen Parasiten, auch Leishmanien genannt, in den Organismus des Hundes ein und vermehren sich dort in den weißen Blutzellen. Leishmaniose hat mitunter eine lange Inkubationszeit von bis zu 7 Jahren. Je nach Immunstatus des jeweiligen Tieres manifestieren sich unterschiedliche Symptome, die mitunter recht diffus ausfallen können. Es gibt mehrere Arten der Leishmaniose wovon die cutane Leishmaniose, die die Haut befällt, wohl die offensichtlichste ist. Meist treten Mischformen auf und so ist es nicht selten, dass neben der Haut auch die Organe, Gelenke, etc. von der Krankheit betroffen sind. Wir haben an dieser Stelle einige Symptome notiert, bei denen wir definitiv empfehlen jederzeit einen Leishmaniosetest zu wiederholen, um eine eventuelle Krankheit schnell behandeln zu können:• schnell wachsende, glasige Krallen, schlecht heilende Wunden• sogenannte „Brillenbildung“ um die Augen• Ekzeme und Wunden an den Ohren, an den Übergängen zur Schleimhaut• schleichender Gewichtsverlust, Schwellung der Lymphknoten• allgemeine, schlechte Kondition des Hundes. Das sind nur einige wenige Symptome, die unter anderem den Verdacht auf eine Leishmanioseerkrankung zulassen. Leishmaniose ist zwar nicht heilbar, aber Erfahrungen haben gezeigt, dass eine rechtzeitig erkannte Infektion mit Leishmanien sehr gut sowohl schuldmedizinisch, als auch mit alternativer Medizin behandelbar und unter Kontrolle zu halten ist. Die meisten Tiere führen dann auch mit dieser Krankheit ein langes, symptomfreies Leben. Hunde aus Leishmaniosegebieten zeigen tatsächlich auch oftmals eine gewisse Resistenz gegen diesen Erreger. Wird eine Leishmanioseerkrankung allerdings nicht behandelt, führt sie irgendwann unweigerlich zum Tod des Tieres. Leishmaniose wird in der Theorie auch durch Blut-Blut Kontakt übertragen, jedoch sind keine wirklichen Fälle bekannt, die diese Theorie bestätigen.Wir testen vor Ausreise all unsere Hunde auf diese Krankheit. Babesiose, manchmal auch „Hundemalaria“ genannt, ist eine Krankheit die durch einen einzelligen Parasit, die Babesien ausgelöst wird. Übertragen wird dieser Erreger von speziellen Zeckenarten, der Auwald- und der braunen Hundezecke, die mitunter auch schon in Deutschland beheimatet sind. Babesien nisten sich in den roten Blutkörperchen des Hundes ein und zerstören diese. Somit vermehrt sich der Erreger und der Hund erkrankt an einer Anämie, die unbehandelt zum Tod des Tieres führen kann. Die Inkubationszeit von Babesiose ist mit wenigen Tagen- bis 3 Wochen recht kurz. Bei einer akuten Infektion zeigen sich unter anderem Symptome wie• starke Fieberschübe• rotgefärbter Urin, durch Zerstörung der roten Blutkörperchen• Fressunlust• blasse Schleimhäute und starke Mattheit. Bei diesen Symptomen sollte schleunigst ein Test auf Babesiose und andere Zeckenkrankheiten erfolgen, um eine schnelle und effiziente Behandlung gegen Babesien einleiten zu können. Rechtzeitig erkannt ist Babesiose heilbar. Ehrlichiose kann nicht mehr als typische Mittelmeerkrankheit angesehen werden. Sie wird, genau wie die Babesiose, von der braunen Hundezecke übertragen und kann so jederzeit auch einen Hund der in Deutschland lebt befallen. Erhichiose wird durch das Bakterium Ehrlichia canis verursacht. Diese Erreger befallen die weißen Blutkörperchen und unterdrücken somit die Abwehrfunktion der Immunzellen des Hundes. Die Symptome sind meist recht unspezifisch und diffus. Bei einer akuten Infektion zeigen sich unter anderem:• Fieber und Abgeschlagenheit des Hundes• Schwellung der Lymphknoten• Nasenbluten und Nasenausfluss• zentralnervöse Störungen und noch viele mehr. Leider ist es jederzeit möglich, dass eine akute Infektion in ein chronisches Stadium übergeht und somit eine Behandlung erschwert. Da die Symptome recht unspezifisch sind, ist ein Test jederzeit anzuraten um gegebenenfalls eine schnelle Behandlung mit einem Antibiotikum einzuleiten. Achtung: Da die beiden Zeckenarten auch in Deutschland heimisch sind, ist eine Ansteckung jederzeit möglich! Behalten sie also die Symptome im Hinterkopf und kontrollieren sie ihren Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken, um diese rechtzeitig zu entfernen. Die Dirofilariose ist auch als Herzwurmerkrankung des Hundes bekannt. Übertragen wird der Parasit mittels verschiedener Mückenarten, die in südlichen Ländern heimisch sind. Durch die Blutmahlzeit der Mücke wird der Wurm in einem Larvenstadium auf den Hund übertragen und gelangt über die Blutbahn früher oder später zum Herzen des Hundes wo er sich zum adulten Wurm weiter entwickelt, der eine Größe von bis zu 30 cm aufweisen kann. Leider ist die Herzwurmerkrankung sehr tückisch, da man leider recht spät die ersten Symptome bemerkt und auch die Inkubationszeit rechtlang ist. Erst nach ca. 6 Monaten nach Infektion mit dem Erreger Dirofilaria immitismanifestiert sich die Krankheit und ist dann mit einem Antigentest nachweisbar. Je nach dem in welchem Stadium sich die Dirofilariose befindet, wird entweder eine operative Entfernung der Herzwürmer oder eine medikamentöse Therapie mit wurm und larvenabtötenden Mitteln empfohlen. Beides ist leider nicht ungefährlich für den Hund und so empfiehlt es sich, nach Verdacht auf Dirofilariose sofort einen Bluttestdurchzuführen, um schnellstmöglich eine Therapie einzuleiten. Zu den Symptomen zählen z.Bsp.: • anhaltender Husten und Atembeschwerden• allgemeine Mattheit und schlechte Kondition des Hundes .Eine Behandlung gegen Dirofilariose kann sehr langwierig sein, aber sie ist heilbar. Wir empfehlen einen kompletten Bluttest auf Mittelmeerkrankheiten ungefähr 6 Monate nach Einreise des Hundes.
4Lästige Mitbringsel
Lästige Mitbringsel wie Milben, Würmer und Co.Unsere Helfer in Portugal und wir sind stets darauf bedacht, dass unsere Hunde ohne Parasiten nach Deutschland reisen. All unsere Hunde bekommen vor Ausreise einen Spot-on gegen Flöhe, eine Wurmkur und auch eine Kur gegen Giardien verabreicht. In 90 % der Fälle haben wir mit dieser Ausreisevorbereitung Erfolg, jedoch kann im Einzelfall auch mal etwas schief gehen, da bei allen Mitteln teilweise eine gewisse Resistenz bei den Schädlingen vorkommen kann. Auch hier hat uns die Erfahrung gezeigt, dass die meisten Durchfälle und Verdauungsprobleme tatsächlich von den ganzen „Chemiekeulen“ vor der Ausreise und dem zusätzlichen Reisestress herrühren, die meist mit Schonkost und einem Darmaufbaumittel schnell in den Griff zu bekommen sind. Genau deswegen ist es auch unheimlich wichtig, bei diversen Symptomen nicht gleich erneut eine Verdachtsbehandlung gegen die üblichen Verdächtigen beim Tierarzt durchzuführen, sondern lieber eine Kotuntersuchung auf Parasiten (diese ist meist nicht viel teurer als die prophylaktische Wurmkur) im Vorfeld durchzuführen. Gleiches gilt natürlich für Spot-ons. Einen Flohbefall oder auch Milben erkennt ein geschulter Tierarzt sofort, bzw. nach einer schnellen mikroskopischen Untersuchung. Meist ist anfänglicher Juckreiz bei Hunden, die erst frisch in Deutschland sind, ein Stresssymptom, oder auch die Umstellung auf trockene Heizungsluft im Winter oder eine Reaktion auf das Shampoo mit dem die Hunde vorAusreise gebadet werden. Daher gilt auch hier: bitte keine Verdachtsbehandlung mit einem erneuten Spot-on innerhalb kürzester Zeit, wenn keine genaue Diagnosevorliegt. Giardien sind eine recht neue Erscheinung in der Hundewelt - leider auch eineziemlich lästige. Im Internet findet man viele Horrorgeschichten zum Thema Giardien, die sich aber so auch nicht bestätigen lassen. Giardien sind leider hoch ansteckend und mittlerweile auch überall in Deutschland vertreten. Übertragen werden sie durch den Kot der Tiere. Giardien sind einzellige Lebewesen, die sich mit ihren Saugnäpfen an der Darmwand unserer Hunde festsetzen und sich dort ernähren. Ein immungeschwächter Hund reagiert darauf mit Durchfällen, Erbrechen oder schleimüberzogenen, teils blutigen Häufchen, die gerne auch die Konsistenz wechseln. Sollten sie solche Symptome bei ihrem Hund beobachten, die auch nach Schonkost oder nach ein paar Tagen nicht verschwinden, dann sollten sie einen Schnelltest auf Giardien beim Tierarzt machen lassen. Dazu sammeln sie am besten schon beim ersten Verdacht 3 Tage lang die Häufchen ihres Schützlings und bringen sie in einem Probenröhrchen zum Tierarzt. Giardien lassen sich gut mit schulmedizinischen Mitteln wie zum Beispiel Panacur behandeln. Wichtig ist, dass alle im Haushalt lebenden Tiere mitbehandelt werden, damit eine Ansteckung mittels Schneeballverfahren ausgeschlossen werden kann. Erfolgt danach ein Darmaufbau mit einem Probiotikum und die hygienische Reinigung der Umgebung, sollte ihr Hund Giardienfrei sein und auch bleiben. Hygiene ist auch wichtig, da es sich bei Giardien um eine sogenannte Zoonose handelt, die auch auf den Menschen und andere Tiere übertragbar ist. Man sollte penibel jedes Häufchen des erkrankten Tieres wegräumen und im Müllentsorgen, damit sich keine weiteren Tiere anstecken. Räude wird durch die Grabmilbe, auch Sarcoptesmilbe genannt, verursacht und ist auch seit einiger Zeit in Deutschland wieder stark auf dem Vormarsch. Diese Milbe gräbt sich Gänge unter die Haut des Hundes und legt dort auch ihre Eier ab. Eine Räude erkennt man meist an starkem Juckreiz des Tieres, Haarausfall und kleinen, wunden Stellen im Fell. Räudeist ansteckend auf andere Tiere und so lässt sich auch hier eine Infektion direkt vor Ausreise leider nie komplett ausschließen. Da sich die Milben unter der Haut blitzartig fortbewegen ist eine Diagnose durch ein tiefes Hautgeschabsel, wie es meist gehandhabt wird, nicht immer erfolgreich. Wir empfehlen daher bei einem Verdacht auf eine Ansteckung mit der Sarcoptesmilbe lieber einen Schnelltest mit dem Blut des Hundes. Diese Milbe lässt sich sehr schnell und erfolgreich mit speziellen Spot-Ons und hautberuhigenden Bädern bekämpfen. Auch Ohrmilben können ein lästiges Mitbringsel ihres Schützlings sein. Wir lassen all unsere Hunde vor Ausreise beim Tierarzt darauf checken, aber leider sind die Milben so ansteckend, dass es auch kurz vor Ausreise noch zu einer unbemerkten Infektion kommen kann. Ohrmilben können sie verdächtigen, wenn ihr Hund unter starkem Juckreiz im und am Ohr leidet und sich dort ständig kratzt. Auch das Schiefhalten und Schütteln des Kopfes ist möglich. Meist ist im Gehörgang ein schwarzer, krümeliger Belag vorzufinden, der an Kaffeesatz erinnert. Der Tierarzt kann einen Milbenbefall sehr leicht feststellen und die Plagegeister mit einem Mittel schnell und effektiv behandeln. Demodikose ist eine Milbenerkrankung durch die Haarbalgmilbe- auch Demodexmilbe genannt. Eine Demodikose ist NICHT ansteckend aber deutet auf ein schwaches Immunsystem hin. Typisch für Demodikose ist die Brillenbildung um die Augen. Das Fell, gerade in der Kopfregion, wird lichte und fällt aus. Meist ist die Ursache ein schlechtes Immunsystem, dass dem Milbenbefall nicht standhalten kann. Aus diesem Grund sind gerade Welpen und Junghunde am ehesten davon betroffen. Eine Demodikose heilt oftmals ohne weitere Behandlung aus, sobald sich das Immunsystem des Hundenstabilisiert hat. Räude wird durch die Grabmilbe, auch Sarcoptesmilbe genannt, verursacht und ist auch seit einiger Zeit in Deutschland wieder stark auf dem Vormarsch. Diese Milbe gräbt sich Gänge unter die Haut des Hundes und legt dort auch ihre Eier ab. Eine Räude erkennt man meist an starkem Juckreiz des Tieres, Haarausfall und kleinen, wunden Stellen im Fell. Räude ist ansteckend auf andere Tiere und so lässt sich auch hier eine Infektion direkt vor Ausreise leider nie komplett ausschließen. Da sich die Milben unter der Haut blitzartig fortbewegen ist eine Diagnose durch ein tiefes Hautgeschabsel, wie es meist gehandhabt wird, nicht immer erfolgreich. Wir empfehlen daher bei einem Verdacht auf eine Ansteckung mit der Sarcoptesmilbe lieber einen Schnelltest mit dem Blut des Hundes. Diese Milbe lässt sich sehr schnell und erfolgreich mit speziellen Spot-Ons und hautberuhigenden Bädern bekämpfen.